Warum Ich mit Stoff wickel

Warum wickeln Leute heutzutage ihre Babys noch (oder besser wieder) mit Stoffwindeln?

Einige mögliche Gründe habe ich hier aufgeführt.

Aber warum wickel ich mit Stoffwindeln? Sicher, Plastik- und Müllvermeidung sind elementare Beweggründe für mich gewesen. Aber einer der Hauptgründe ist, beim ersten Gedanken an Stoffwindeln, unglaublich und zugleich schlichtweg banal: Faulheit.

Ich hasse es, einkaufen gehen zu müssen. Und ein sich ständig aufbrauchender Vorrat an Windeln macht dies notwendig. Und noch viel mehr hasse ich es, Müll wegbringen, oder in unserem Fall, runter bringen zu müssen. Und da ich den Gestank von Einwegwindeln, ganz besonders, wenn sie voll sind und die chemischen Stoffe darin ihr Übrigstes getan haben, nicht in der Wohnung haben will, ich aber am Abend nicht nochmal das Haus verlassen will, sind Stoffwindeln die ideale Lösung.

Ich muss für sie nicht das Haus verlassen und einkaufen gehen. Die Waschmaschine steht in der Küche und braucht mich zum Waschen nicht. Und zum Windelmüll rausbringen muss ich auch nicht. Alle 2-3 Tage nehme ich den Windeleimer aus dem Kinderzimmer und trage ihn 10 Schritte in die Küche. Reinstopfen, Waschmittel rein, anschalten, fertig. Aufhängen mache ich meistens, wenn die Pupsefee schon schläft. So geht mir keine Zeit mit ihr verloren. Die Wäsche sortieren und falten muss ich so oder so. Und die Windeln nehmen da kaum mehr Zeit in Anspruch. Das mache ich auch meistens im Kinderzimmer, während die Maus neben mir spielt. Da sie dafür eh nur meine Anwesenheit benötigt (alles andere ist Weltuntergang), ich aber nicht aktiv mit ihr spielen muss, kann ich die Zeit so auch sinnvoll nutzen.

Ein weiterer Effekt des Windeln zusammenlegens, bzw. stopfens, ist, dass die immer wiederkehrenden gleichen Bewegungen irgendwann automatisieren, so dass ich in eine Art Trance verfalle, die mir ein paar Minütchen Pause gönnen 😉

Es gibt ja Menschen die nicht gern Wäsche waschen (haben die nur ein Waschbrett, bei mir mach das die Maschine), aber ich mag frisch aufgehangene Wäsche 🙂 Und die vielen bunten Motive sehen auch noch ganz dekorativ aus.

Apropos Motive … 😉 ja, die sind natürlich auch ein Grund. Ich habe ein paar Windeln anderer Marken, als meine hauptsächlich genutzte geholt, nur wegen des Motives! Ja, sowas gibt es auch.

Den letzten Anstoß, Stoffwindeln zu nehmen hatten sowohl ich, als auch der werdende Papa, in der Schwangerschaft beim Vorbereitungskurs. Man sollte zum Üben eine Windel mitbringen (gemeint ist von Outsidern immer die Wegwerfvariante). Also kauften wir eine Packung Pampers Newborn, machten sie auf und…

Pfuuuiiiiiiiii

wie das STINKT! Und die Windel war noch unbenutzt.

Als ich einmal einen öffentlichen Wickelraum in einem Einkaufszentrum betrat, machte ich direkt wieder kehrt und wickelte in einer stillen Ecke direkt im Kinderwagen. Boah, sind die widerlich, wenn da was drin ist! Klar, Kacke in einer Stoffi riecht auch nicht nach Rosen, aber wenigstens vermischt sich das nicht mit dem Chemiebaukasten aus der 8. Klasse! Und diese Chemie wollte und will ich nicht am Popes meines Babys haben.

Unterm Strich bin ich auch sehr geizig und einmal für gebrauchte Stoffis ca. 200€ auszugeben klingt für mich besser, als wöchentlich 5€ für Windeln auszugeben und das die nächsten 2-3 Jahre.

Jetzt wisst ihr, warum ich mich für Stoffwindeln entschieden habe und welcher Grund auch euer ist, oder euch zumindest darüber nachdenken lässt, helfe ich euch gern weiter. 🙂

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Ein Gedanke zu “Warum Ich mit Stoff wickel

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